Turnierbericht Tankumsee

Sonnenschein, 25 Grad, strahlend blauer Himmel...so wurde das Wetter für das sonntägliche C-Turnier am Tankumsee angekündigt.
Auch wenn 9 Uhr für ein Tee-Off zur ersten Runde normal ist, bin ich kein Freund vom frühen Aufstehen; für mich stand die Anreise am Samstag bereits Wochen vorher fest.
So konnte ich den Kurs wenigstens schon mal ausgiebig begehen, jede Mücke und jedes Klettenlabkraut kennenlernen und eine Proberunde spielen.

Sonntag 6:45 Uhr, das Wecker klingeln geht im Donnern der wolkenbruchartigen Regenfälle unter. Wer hatte gesagt wolkenlose 25 Grad? Egal - aufstehen, anziehen, Betten abziehen, Frühstücken und los.
Die Gesichter meiner beiden mitgereisten Frauen sprechen Bände, ein Sonntag wie für die Couch gemacht. Kopf hängen lassen oder gar das Turnier absagen stehen nicht auf der Liste der Optionen. Mit Schirm, der nagelneuen Regenjacke und festem Schuhwerk, wird sich auch diese Misere meistern lassen.

Schon auf dem Weg zur Anmeldung ist unweigerlich zu erkennen, dass der 9er Kurs aus der Proberunde, nicht der 12er Turnierkurs ist.
Pünktlich zum Players Meeting lässt der Regen nach, Wind ist Mangelware und die Schwüle lässt sich bereits erahnen.

Die Highlights des Parcours im Schnellüberblick:
- Bahn 3: Tee und Korb werden durch einen ca. 10 Meter breiten Baumstreifen getrennt, eine Schneise vor dem Mandobaum ermöglicht das queren, der Korb selbst steht am Ende einer rund 8 Meter breiten Schneise 10 Meter im Wald.
- Bahn 5: Tee und Korb stehen im Wald, das Fairway breit und frei, der Korb selbst wird durch junge Bäume bewacht.
- Bahn 6: Vom Abwurf gilt es einen Wall zu überspielen, bevor das Triplemando mit voller Härte zugreift, der freistehende Baum ca. 6 Meter hinter dem Mando hilft nicht wirklich. Der Korb selbst steht frei, ca 4 Meter vor den Büschen. (Man munkelt, ein besonders Ehrgeiziger hätte hier eine 10 gespielt.)
- Bahn 7: Das ca. 15 Meter breite Fairway erstreckt sich in den Wald, bei ca. 1/3 der Strecke engen weitere Bäume kurzzeitig die Flugbahn weiter ein, Gesamt ca. 100 Meter.
- Bahn 8: Nach etwa 120 Metern steht der Korb auf einem festen Tisch. Ein direkter Wurf, wird durch 3 Bäume rund 10 Meter vor dem Tee verhindert, bei Meter 50 steht beiderseits seitlich der Wald im Weg.
- Bahn 10: Nach dem Tee warten mehrere Bäume entlang eines Weges und erzwingen einen extrem hohen oder recht flachen Wurf. Der Korb steht nach 183 Metern recht frei zwischen kleineren Bäumen.

Locker an die Sache rangehen, ist ja immerhin mein 2tes offizielles Turnier und das erste auf "fremden Platz", zu verlieren haben nur die anderen.
Mit einem Bogie startet die Runde 1 nicht wie ich mir das vorgenommen habe - locker auf Par zu spielen. Ich finde keinen richtigen Zugang zu den Körben, um mich für einen Birdie in Position zu werfen. Stattdessen muss ich kämpfen, wenigstens das Par zu retten. Leider gelingt mir das nicht in ausreichendem Maße und ich muss die erste Runde mit einer +4 (= 41) eintragen.
Ein kurzer Abgleich mit Eggi im vorbeilaufen beschert mir ein Abwinken und eine schnippische Bemerkung.

War ich in der ersten Runde zumindest noch locker an die Abwürfe gegangen, verkrampfe ich zusehens in der 2ten.
Meine Putts werden schlechter, die Drives riskanter. Einzig die Approaches retten mir immer mal wieder das Par. Warum auch immer, stehen plötzlich mehr Bäume im Weg, als noch gestern oder in Runde 1. Am Ende kommt die 43 ins Scorebook.

Die Mittagspause soll regenerieren und entspannen, was mir nicht gelingt. Da hilft es auch nicht, dass ich mich mit dem Score hinter Flo an die 3 Stelle der Hamburger einreihe. Malte hingegen findet den richtigen Winkel und kann stetig seinen Score drücken, auch in der letzten Runde.

Divisionsintern geht es in die letzte Runde.
Liege ich zu Beginn noch auf dem 7 letzten Platz und darf meinen Flight anführen, will mir wenig gelingen. Dafür haben 2 Flightkameraden offenkundig neue Kraft gefunden und spielen ihre besten Runden, ziehen an mir vorbei. Abschluss ist ein missratener, standardmäßig zu tief liegender 8 Meter Putt, Bogie und eine 44 im Scorebook.

Bleibt festzuhalten dass Malte mit einer extrem starken letzten Runde (34er Score und das beste Rundenergebnis über alle Divisionen) noch den geteilten 2ten Platz erkämpfen konnte.
Der Rest an Hamburgern konnte sich leider nicht in Szene setzen und darf sich ein "teilgenommen" ins Zeugnis schreiben.

Für mich war es ein verkorkstes Turnier, bleibt zu hoffen dass die Classics besser laufen.

Hier noch die Ergebnisse im Überblick: http://gto.ec08.de/events/results/871